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Andreas Mikkelsen holt sich WRC2-Titel bei der Central European Rally

Die Premiere der Central European Rallye wurde durch zwei Weltmeister gekrönt. Denn nicht nur Kalle Rovanperä als neuer WRC1-Champion machte vorzeitig den Sack zu. In der WRC2 kämpften sich das Skoda-Gespann Andreas Mikkelsen und Beifahrer Torstein Eriksen trotz aller Widrigkeiten zurück und holte die WRC2-Krone. Der norwegische Veteran Mikkelsen war mit einer starken Ausgangsposition nach Passau gereist: Er führte mit vier Punkten Vorsprung vor dem Franzosen Yohan Rossel im Citroën und einem Punkt vor seinem TokSport-Škoda-Teamkollegen Gus Greensmith. Rossel schied bereits auf WP3 aus, aber schon auf der nächsten Prüfung hatte Mikkelsen einen heftigen Ausritt und nur dank eine Horde tschechischer Fans, die den Škoda aus den Bäumen zogen, konnte er weiterzufahren. Danach war es ein Geduldsspiel, denn Mikkelsen musste sich mit einer gebrochenen Hinterradaufhängung bis zum Ende des Tages durchkämpfen und verfolgte den Rest der Rallye als Zuschauer aus abgeschlagener Position. Er wartete auf die abschließende Power Stage, wo volle fünf Bonuspunkte und Pech für Greensmith die Meisterschaft besiegeln konnte. Greensmith tat alles, was von ihm erwartet wurde. Bei dieser Rallye hatte er von Beginn an mit dem Fahrverhalten seines Skoda gehadert, hielt sich aber bis zum Beginn der finalen Prüfung auf dem vierten Platz – genug, um den Titelkampf bis zur letzten Runde in Japan am Leben zu erhalten, wenn er die Power Stage als Klassenbester abschloss. Doch ausgerechnet hier patzte der Engländer und drehte sich, während Mikkelson gewann. Für Greensmith wird die Central European Rallye damit endgültig in schlechter Erinnerung bleiben, während Mikkelsen wohl noch lange auf diesen außergewöhnlichen Titelgewinn zurückblicken wird.


Das schnellste WRC2-Auto des Wochenendes war der Ford Fiesta MkII Rally2 des Franzosen Adrien Fourmaux, aber der frischgebackene Gewinner der Britischen Rallye-Meisterschaft war nicht für WRC2-Punkte registriert. Bis zum letzten Morgen hatten Emil Lindholm von Hyundai und seine Beifahrerin Reeta Hämälainen die KLassenführung, doch ein technischer Defekt auf dem Weg zur ersten Prüfung des letzten Tages warf sie aus dem Rennen und beförderte den Škoda des Franzosen Nicolas Ciamin an die Spitze, was zu einem emotionalen Debütsieg in der Klasse führte. Der Lokalmatador Erik Cais sorgte mit seinem zweiten Platz für großen Jubel bei den tschechischen Fans. Der beliebte Pole Kajetan Kajetanowicz komplettierte das Podium, während Škoda neun der ersten 10 Plätze für sich beanspruchte.


In der WRC2 Challenge gab es ein Duell zweier einheimischer Skoda-Piloten, bei dem sich schließlich der Deutsche Armin Kremer gegen Johannes Keferböck aus Österreich durchsetzen konnte. Die WRC3-Klasse gewann der Tscheche Filip Kohn durch, der dem als WRC3-Gaststarter angetretenen Carsten Mohe (GER, Renault) auf Platz zwei keine Chance ließ. Die RC4-Klasse gewann Timo Schulz (GER, Opel).


#20 Andreas Mikkelsen (NOR) / Torstein Eriksen (NOR), Skoda Fabia RS

„Ich war erleichtert als wir hinter der Ziellinie waren. Ich habe wie verrückt in der Powerstage gepusht. Ich wusste, dass es unsere einzige Chance auf maximale Punkte war. In jeder Kurve waren wir am Limit. Zu Beginn der Veranstaltung lief es gut für uns, aber dann hatten wir den Abflug. Ab dann haben wir nur noch auf die Powerstage gewartet. Ich hätte nie damit gerechnet, dass wir noch den Titel gewinnen. Aber dann hatte auch Gus Probleme und ich wusste, dass ich die Powerstage gewinnen muss. Die lief perfekt für uns. Jetzt können wir den Saisonabschluss in Japan genießen.“


#23 Sami Pajari (FIN) / Enni Mälkönen (FIN), Skoda Fabia RS

„Das war eine knifflige Rallye. Ich konnte viel lernen. Unser Ergebnis ist nicht so schlecht – ich bin zufrieden damit. Der hohe Schwierigkeitsgrad war eine positive Herausforderung. So kann ich kommendes Jahr stärker herkommen. Es war auch meine letzte Rallye für dieses Jahr. Die Organisation war sehr gut. Super, dass so viele Fans hier waren, die für eine tolle Stimmung gesorgt haben.“


#24 Adrien Fourmaux (FRA) / Alexandre Coria (FRA), Ford Fiesta Mk II

"Es war ein fantastisches Wochenende für uns. Seit dem Reifenschaden am ersten Tag haben wir wirklich hart gepusht, um alle einzuholen. Wir kämpften uns zurück auf die erste Position. Wir sind wirklich zufrieden mit unserer Saison. Es ist eine wirklich gute Art, die Saison mit dem Rally2-Auto zu beenden. Wir haben acht Rallyes mit diesem Auto gewonnen, also mag ich es sehr, und dieses Jahr haben wir uns auf Asphalt und Schotter stark verbessert."


#25 Nikolay Gryazin (*) / Konstantin Aleksandrov (*), Skoda Fabia RS

„Abgesehen vom Reifenschaden auf der ersten Prüfung und meinem Fehler auf der gestrigen letzten Prüfung war es eine tolle Rallye. Wir haben eine gute Leistung gezeigt und die Strecken haben Spaß gemacht. Leider sind die Verbindungsetappen sehr lang.“


#26 Kajetan Kajetanowicz (POL) / Maciej Szczepaniak (POL), Skoda Fabia RS

„Sensationelle Atmosphäre, sensationelle Strecken. Die Rallye war toll, aber viel schwieriger als ich erwartet hatte. Ich werde alles tun, um nächstes Jahr wieder hier zu sein.“


#28 Miko Marczyk (POL) / Daniel Dymurski (POL), Skoda Fabia RS

„Mir hat es sehr gut gefallen. Es war das erste Mal, dass ich fünf Tage in einem Rallyefahrzeug gesessen habe. Neu war auch, dass wir in drei Ländern gefahren sind. Donnerstag und Freitag liefen besonders gut für uns und auch der Samstagvormittag. Der Nachmittag lief nicht nach Plan. In der WRC2 sicherten wir uns Rang fünf und in der WRC Challenger Rang vier. Das ist gut. Aber ich war nicht immer zufrieden mit meiner fahrerischen Leistung.“


#31 Erik Cais (CZE) / Daniel Trunkát (CZE), Skoda Fabia RS

“Es war eine unglaubliche Rallye. Ich habe jeden Meter genossen. Es war definitiv keine einfache Rallye. Heute war das Ziel, auf das Podium zu kommen. Als ich die Zeit von Ciamin gesehen habe, wusste ich, dass ich versuchen werde, das Risiko zu senken. Ich muss mich bei Dan, meinem Team und meinen Partnern bedanken, aber auch bei meiner Familie und allen Zuschauern - die Heimstrecke war die beste aller Zeiten. Danke, hoffentlich habt ihr es genauso genossen wie wir im Auto."


#34 Fabrizio Zaldivar (PRY) / Marcelo der Ohannesian (ITA), Hyundai i20 N

„Das war eine schwierige Rallye. Wir waren zum ersten Mal hier und erlebten zum ersten Mal den Asphalt mit den schlammigen Bedingungen. Ich freue mich, dass wir im Ziel sind und alle Kilometer absolviert haben.“


#36 Nicolas Ciamin (FRA) / Yannick Roche (FRA), Skoda Fabia RS

„Vor der Rallye war es mein Ziel aufs Podium zu kommen. Ich wusste, dass es hart wird. Aber wir haben es geschafft. Ich war schon ein paar Mal in dieser Position - ich meine in einer guten Position für ein gutes Ergebnis in der WRC2. Aber dann hatten wir einen Unfall oder technische Probleme. Aber dieses Mal hat es geklappt. Ich muss auch Adrien gratulieren, denn er war an diesem Wochenende der Schnellste, und es ist auch schade für Emil, denn er hat es nicht verdient.“


#39 Simon Wagner (AUT) / Gerald Winter (AUT), Skoda Fabia RS

„Das war ein top Tag heute. Man sieht, was ohne Risiko trotzdem möglich ist. Beim nächsten Mal hab‘ ich hoffentlich mehr Glück. Wenn ich 100 Prozent geben kann, dann ist sogar ein Podium möglich. Mit Platz 7 in der WRC2 konnten wir unser Ziel erreichen. Unsere österreichischen Rallyefans sind der absolute Hammer. Danke an jeden Einzelnen fürs Anfeuern!“


#44 Štěpán Vojtěch (CZE) / Michal Ernst (CZE), Skoda Fabia

„Es war eine große Herausforderung. Wir hatten alle Bedingungen: komplett nass, feucht, trocken und sehr schlammig. Wir sind froh, dass wir im Ziel sind. Uns hat alles eigentlich Spaß gemacht, da die Strecken so unterschiedlich waren.“


#45 Albert von Thurn und Taxis (GER) / Jara Hain (GER), Skoda Fabia RS

„Es war wirklich eine schwierige Rallye für uns. Durch den Felgenbruch am Freitag auch eher durchwachsen. Der hat uns viel Strafzeit gekostet. Dadurch war die Rallye eigentlich vorbei. Wir haben dann überlegt, ob wir weitermachen oder nicht. Natürlich sind wir weitergefahren. Das haben wir am Samstagvormittag erstmal bereut, da es super schwierig war. Aber wir haben uns zusammengerissen und die Zeiten haben sich verbessert. Wir hatten noch einen Reifenschaden durch einen Stein. Aber ich bin happy, dass wir weitergefahren sind.“


#46 Martin Roßgatterer (AUT) / Jürgen Heigl (AUT), Skoda Fabia Evo

„Heute passen die Zeiten gut, diese Straßenverhältnisse kenne ich auch besser. Ich war mit meiner Leistung nicht komplett zufrieden, auf der anderen Seiten sind wir an diesem Rennwochenende mehr Kilometer gefahren als die ganze restliche Saison. Das waren jetzt sieben Tage Arbeit, aber das Training macht sich bezahlt, ich fühle mich auch am letzten Tag noch topfit. Es sind sehr viele Eindrücke auf mich eingeprasselt. Ich habe mich vom Regen und Matsch sehr beeindrucken lassen.“


#48 Armin Kremer (GER) / Ella Kremer (GER), Skoda Fabia RS

„Es lief ausgesprochen erfolgreich für uns. Wir konnten im Masters Cup den Sieg einfahren. Damit bin ich sehr zufrieden. Danke an meine Tochter, die meine Co-Pilotin war und natürlich ans Team. Wir hatten trotz der schwierigen Bedingungen viel Spaß.“


#49 Johannes Keferböck (AUT) / Ilka Mimor (AUT), Skoda Fabia RS

„Die Rallye ist grundsätzlich sensationell. Die Strecken in allen drei Ländern waren top. Gestern habe ich vier Minuten verloren, da wir uns in einem Graben festgefahren haben. Schlussendlich holten wir uns Platz zwei in der Masters.“


#55 Filip Kohn (CZE) / Tom Woodburn (GBR), Ford Fiesta Rally3

„Ich hatte Höhen und Tiefen. Ich habe viel dazugelernt. Ich freue mich schon auf nächstes Jahr.“


#56 Fabio Schwarz (GER) / Bernhard Ettel (AUT), Ford Fiesta Rally3

„Gestern hatten wir leider Pech mit der Technik als uns der Keilriemen gerissen ist. Unsere Leistung war super – wir sind heute vier von vier Bestzeiten gefahren.“


#61 Timo Schulz (GER) / Michael Wenzel (GER), Opel Corsa Rally4

„Es ist ein super Gefühl, hier beim WM-Lauf gewonnen zu haben. Das war unser erster WM-Lauf und dann, ohne viel Erfahrung, zu gewinnen, ist super. Die Rallye selbst war mit den drei verschiedenen Streckencharakteristiken sehr cool. Die Bedingungen waren sehr schwierig. Damit hatten wir hier alle zu kämpfen.“

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